Manuel Harder

 

Als die Spanier Südamerika entdeckten, stießen sie vom Pazifik aus auf eine große Bucht - "Valparaiso", was soviel heißt wie "Geh ins Paradies." Dort wurde ich geboren, vor fast 40 Jahren, in der größten Hafenstadt Chiles mit seinen vielen bunten Häusern und Hügeln. Als ich vier Jahre alt war kehrte mein Vater mit meinem Bruder und mir nach Deutschland zurück. Wir wohnten in Bremen. An der Weser konnte ich auch manchmal große Schiffe sehen, die vielleicht auch aus Chile kamen.

 

Je größer ich wurde, desto mehr mochte ich das Märchen der Bremer Stadtmusikanten. In Bremen begann ich auch mit dem Theaterspielen, meine Bühne war die Straße. Später ging ich zum Studium nach Berlin, lernte Schauspiel in Bayern, auf der längsten Burg Europas, spielte in Salzburg/Österreich, in Dortmund und Berlin. Ich habe eine neunjährige Tochter, die Schlangen liebt und lebe nun seit zwei Jahren in Leipzig als Schauspieler am Centraltheater. Ich mag die Stadt und die kleinen Flüßchen. Aber oft denke ich an die großen Schiffe, die bunten Häuser und Hügel...

 

Meine Lieblingskinderbücher waren "Wo die wilden Kerle wohnen", und später, selbstgelesen, "Der Brief an den König" von Tonke Dragt.

 

Heute liest Manuel Harder aus dem Buch "Der kleine Nick" Geschichten vor, bei denen es auf alle Fälle auch ums Essen geht.